In der GKV gelten jährlich vom Gesetzgeber festgelegte Rechengrößen

Abb: Uwe Schlick / pixelio.de

Für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer und einige andere Versichertengruppen gelten bestimmte wichtige SV-Bezugsgrößen, die vom Gesetzgeber festgelegt und jährlich angepasst werden. Diese Rechengrößen sind in bestimmten versicherungsrechtlichen Fragen entscheidend bzw. haben Einfluss auf die zu leistenden monatlichen Krankenkassenbeiträge. Im folgenden finden Sie eine Auflistung aller GKV Bezugsgrößen.

Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt die maximale Höhe des bei der Berechnung des Monatsbeitrages zu Grunde gelegten Einkommens in der GKV.  Liegt das Bruttoeinkommen über diesem Wert, wird trotzdem lediglich der aktuelle Betrag der Beitragsbemessungsgrenze als Einkommen zur Bemessung des Monatsbeitrages herangezogen.

Versicherungspflichtgrenze

Die Versicherungspflichtgrenze ( oder Jahresarbeitsentgeltgrenze JAEG ) bestimmt die Höhe des monatlichen Bruttoeinkommens, ab der ein Wechsel in die Private Krankenversicherung für Arbeitnehmer möglich ist. Überschreitet das Jahresgehalt im Verlauf eines Kalenderjahres die Jahresarbeitsentgeltgrenze, müssen sich Arbeitnehmer nicht mehr ausschliesslich in der GKV pflichtversichern, sondern haben eine Entscheidungsfreiheit über die Art der Krankenversicherung ( gesetzlich oder privat ).

Weitere SV-Rechengrößen im Bereich GKV

Geringverdienergrenze

Geringverdiener im Sinne der Sozialversicherung müssen keine eigenen Beiträge zur SV, also auch keinen Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung leisten.
Diese Regelung ( § 20 Abs. 3 SGB IV ) gilt für Auszubildende, die weniger als 325 Euro im Monat verdienen oder Jugendliche, die ein FÖJ oder FSJ absolvieren.

Entgeltgrenze für geringfügige Beschäftigung

Diese Größe gibt den maximalen Verdienst an, bis zu welchem ein Arbeitsverhältnis als geringfügig und daher versicherungsfrei zu betrachten ist. Bei der Bemessung der Geringfügigkeit ist die Regelmäßigkeit entscheidend. Bis zu zwei Monatsgehälter im Kalenderjahr darf die Entgeltgrenze dabei überschritten werden, ohne dass eine Versicherungspflicht eintritt.